Schlösser und Abgeschiedenheit rund um Potsdam

Ohne Frage hat Deutschland auch für Biker viel zu bieten – allerdings gibt es den ein oder anderen Geheimtipp, den wir euch nicht vorenthalten möchten.

So ist Brandenburg als Ziel für Motorradfahrer vielleicht nur Ortskundigen bekannt, dabei ist die Gegend rund um Potsdam auch in historischer Sicht sehr empfehlenswert.

Von Potsdam aus startend empfehlen wir eine 520 Kilometer lange Tour, die euch unter anderem durch Lutherstadt-Wittenberg und Beelitz führt – Letzteres ist übrigens berühmt für den Spargelanbau. Doch nicht nur landwirtschaftlich, auch architektonisch kommt ihr in der Gegend auf eure Kosten. Gerade Potsdam ist mit seinen Schloss- und Parkanlagen ein Juwel der Baugeschichte und immer einen Besuch wert.

Ein Tipp: Gerade außerhalb der Ferien seid ihr hier mitunter wirklich in Ruhe unterwegs und könnt euch teilweise über freie Straßen und ruhiges Fahrvergnügen freuen. Besonders viel Spaß macht die Etappe zwischen Wenzlow und Coswig, die durch kurvenreiche Hügel führt und obendrein tolle Schauwerte bietet. Eine tolle Aussicht habt ihr auch in Bad Belzig von Burg Eisenhard aus, während sich Lutherstadt-Wittenberg hingegen vor allem durch seinen schönen Marktplatz auszeichnet – hier lohnt sich ein Stop, die ihr natürlich auf der langen Strecke zahlreich einplanen müsst.

Viele Biker nutzen die Region rund um Potsdam übrigens auch zur Durchfahrt bis nach Polen, ebenfalls ein Geheimtipp für Biker. Schreibt uns gerne eure Erfahrungen!

Hotel Rennsteig: Luxus im Thüringer Wald

Urige Umgebung, modernes Ambiente: Das Hotel Rennsteig hat sich auf Motorradurlauber spezialisiert.

Der Thüringer Wald ist ein Eldorado für Biker, die auch gerne mal die eigene Heimat erkunden – und auf genau diese Zielgruppe hat sich auch das Hotel Rennsteig im Kurort Masserberg eingestellt. Als passionierte Biker bieten die Inhaber nicht nur selbst geführte Touren an, sondern tun auch sonst noch eine ganze Menge, um es Motorradfahrern besonders recht zu machen.

Sei es die „10.000-Kurven-Woche“, ein spezielles Angebot für Biker, der Motorradkeller mit Helmanlage und Trockenraum, ein komfortabler Waschplatz oder umfangreiche Roadbooks und Kartenmaterial – kaum ein Wunsch bleibt hier offen. Auch für größere Gruppen mit Motorrädern werden spezielle Arrangements getroffen und bei Bedarf Touren durch den Thüringer Wald oder die Rhön angeboten.

Zur Unterkunft selbst: Das große Haus mit insgesamt 92 Zimmern mutet sehr modern an, nicht zuletzt dank der klaren Formen und großen Glaswände, die viel Licht reinlassen. Aber nicht nur Motorradfahrer werden hier auf ihre Kosten kommen, sondern auch Familien, Radfahrer oder in der kalten Jahreszeit natürlich Wintersportler. Wer abends nach langen Touren durch den Thüringer Wald doch mal Lust auf Unterhaltung anderer Art hat, wird im hauseigenen Bogenschießkeller oder auf der Kegelbahn möglicherweise fündig – und für alle anderen gibt es immer noch die gut bestückte Bar!

Project Livewire im Harley-Davidson Museum vorgestellt

Was sollen wir davon halten? Am Donnerstag feierte das E-Bike „Livewire“ Premiere bei der Bike Night im Harley-Davidson Museum – hier die ersten Reaktionen.

Wer hätte das gedacht: Ausgerechnet die sonst so traditionsbewusste Kultmarke Harley-Davidson hat in Sachen Motorradbau einen gewaltigen Schritt nach vorne gemacht und das erste Elektro-Bike vorgestellt. Wie ihr sicherlich bereits mitbekommen habt, nennt sich das Projekt „Livewire“ und hat sich jetzt erstmal auf Testfahrt durch die USA begeben, passenderweise entlang der Route 66.

Denn bevor Livewire überhaupt einmal in Serie geht – was noch lange nicht klar ist -, sollen natürlich erst einmal die Reaktionen der Motorradfans eingefangen werden. Ernst wurde es zum ersten Mal am Donnerstag, den 26. Juni bei der Bike Night im Harley-Davidson Museum in Milwaukee, Wisconsin – hier hatten Biker zum ersten Mal die Möglichkeit, Livewire zu testen.

Dabei fallen die Reaktionen gemischt aus: Verwirrend ist zunächst einmal der Sound, denn das wunderschöne, satte Brummen eines großen Motors fehlt hier. Dennoch haben sich die Konstrukteure offenbar Mühe gegeben, einen Sound zu generieren – doch original nach Harley klingt er natürlich nicht, eher high-pitched und kreischend wie ein Jet. Ebenfalls gewöhnungsbedürftig ist die fehlende Gangschaltung, denn der Elektromotor macht eine manuelle Schaltung überflüssig.

Lob gab es dafür für Power und Komfort der Maschine – auch wenn sie sicherlich in nächster Zukunft nicht als Alternative für die Hell’s Angels in Frage kommen wird. Was haltet ihr von Project Livewire? Wir freuen uns auf eure Meinungen!

Ein Klassiker: Die Hamburg Harley Days

Die Hamburg Harley Days 2014 vom 4. bis 6. Juli lohnen sich für euch gleich aus zweierlei Gründen: Zum einen hat die Hansestadt optisch richtig viel zu bieten, und zum anderen ist das Event das größte Harley-City-Treffen in ganz Europa!

Genug Platz für die ganzen Maschinen bietet der Großmarkt am Hamburger Hafen – eine absolute Ausnahme, so ein Riesenevent mitten in der Stadt abzuhalten. Der Vorteil: Neben den Harleys finden sich bis zu 500.000 Besucher ein, die sich das Spektakel nicht entgehen lassen möchten. Darunter ist übrigens auch Tom Beck: Der Schauspieler aus „Alarm für Cobra 11“ ist unter die Sänger gegangen und hat sich für sein zweites Studioalbum mit US-Produzenten zusammengetan. Auf der Bühne könnt ihr ihn am Samstag ab 17.30 Uhr hören.

Vielleicht sogar noch interessanter für uns sind natürlich die Jungs von Jimmy Cornett & The Deadmen: Die Rocker, die wir gerade erst auf den Tridays live mit zwei großartigen neuen Clips erlebt haben, treten ebenfalls bei den Hamburg Harley Days auf, und zwar am Sonntag ab 16.30 Uhr auf der Main Stage.

Wer genug von Musik hat und vor allem eine Runde auf dem Bike fahren möchte, ist am Sonntag gegen ca. 12.00 Uhr dran: Die traditionelle Motorradparade führt über rund 33 Kilometer entlang der absoluten Sahnestücke der Hansestadt, darunter die Reeperbahn, die Landungsbrücken, die Elbchaussee und durch die neue Hafencity.

Die Hamburg Harley Days finden vom 4-6. Juli bereits zum elften Mal statt. Los geht es am Freitagmittag im Harley Village am Großmarkt, während der Spielbudenplatz auf der Reeperbahn wie üblich der zweite Standpunkt des Events ist.

Darum ist Raw Denim das Nonplusultra

In den letzten Jahren ist Raw Denim glücklicherweise wieder populärer geworden: Während viele Jeansfans nach wie vor auf Extremwaschungen, Bleichen und künstliche Used-Details setzen, weiß man gerade in der Bikerszene die Vorzüge von purem, unbehandeltem und authentischem Denim zu schätzen.

Eigentlich muss sich eine Jeans ihre Gebrauchsspuren nämlich erst verdienen und diese nicht schon mit der Geburt praktisch gratis mitbekommen, auch wenn der Weg dorthin hart und unbequem ist.

Der Trend des dunklen, indigoblauen Raw Denim geht eigentlich auf die Arbeiterhosen in den USA zurück, die über Jahre hinweg extremer Beanspruchung standhalten mussten -das Gleiche erwarten wir auch als Biker von unseren Jeans. Die hochgekrempelten Hosenbeine der klassischen Arbeiterhose stammen übrigens von der Tradition, Jeans an jüngere Brüder weiterzureichen, weshalb die Hosen nie gekürzt, sondern eben umgeschlagen wurden.

Um Raw Denim selbst einzutragen, braucht es allerdings etwas Geduld: Acht Monate lang solltet ihr die Hose nicht waschen und dafür so oft wie möglich tragen, auch wenn es anfangs sehr unbequem sein kann. Doch nur so entwickelt die Hose ihren eigenen Look mit den ureigenen Gebrauchsspuren und perfekten Sitz, der ewig hält. Außerdem wäscht das schöne Indigo durch das möglichst späte Waschen nicht gleichmäßig aus, sondern später der natürlichen Tragefalten entsprechend unregelmäßig.

Auf Workwear und Raw Denim spezialisiert hat sich vor allem die Marke Indigofera – hier setzt man auf altmodische Qualität, zudem trägt das Label die besondere Farbe des Raw Denim sogar auch noch gleich im Namen. Einen guten Ruf auf dem Markt genießt außerdem das „eisenharte“ Denim Iron Heart, einst von japanischen Bikern gegründet – es hält praktisch ein Leben lang.