Rockmusik und britisches Flair: Der Victoria Bikers Pub in Coalville

Biker willkommen: Inmitten des Städte-Dreiecks Derby, Nottingham und Leicester findet ihr den Victoria Bikers Pub in Coalville, eine großartige Anlaufstelle für Biker.  

Bei stimmiger Live-Rockmusik auf drei Bühnen feiern hier allerdings längst nicht nur harte Rocker, sondern Besucher und Ortsansässige aller Schichten und Berufsgruppen bei einem Krug Ale. Egal ob Schauspieler, Trucker oder Anwalt – die Vielfalt macht den wilden Charme des Victoria Bikers Pub aus. Macht euch außerdem ruhig ein Bild von der britischen Gastfreundschaft: Das Haus ist gleichzeitig auch ein Hostel, für zwölf englische Pfund die Nacht inklusive Frühstück könnt ihr hier also auch bequem nächtigen.

Optisch erinnert der Pub ein wenig an eine gemütliche Scheune: Weiß gestrichen, bunte Beleuchtung, Dekoration an der Fassade und auf dem Vorplatz ganz viel Fläche für Motorräder. Seit 1993 schon zieht der Victoria Bikers Pub Biker aus aller Welt an – kein Wunder, denn die Lage an der Whitwick Road in Coalville ist prädestiniert als Ausgangspunkt für spannende Touren in die Umgebung. Nicht weit entfernt ist der schöne Peak District National Park, während die Gegend rund um den Charnwood Forest neben Natur auch nostalgische englische Märkte und mittelalterliches Flair bietet.

Erkundigt euch vor Ort außerdem nach den regelmäßig stattfindenden Bike Nights, gemeinsamen Touren und weiteren Biker Events: Langweilig wird es im Victoria Bikers Pub garantiert nie.

Nicht nur für Oldtimer-Fans: Das Petersen Automotive Museum in Los Angeles

Ihr interessiert euch für die Geschichte von Autos und Motorrädern und werft gerne mal einen genaueren Blick auf ganz besondere Vintage-Fahrzeuge? Dann seid ihr im Petersen Automotive Museum in Los Angeles möglicherweise an der richtigen Adresse.

Langweilig wird es hier so schnell nicht: Das Petersen Automotive Museum zählt zu den größten Auto-Museen der Welt. Für uns besonders interessant ist die Otis Chandler Gallery mit Motorrädern und motorisierten Trikes – hier finden sich einige der ungewöhnlichsten und individuellsten Maschinen, die jemals gebaut wurden. Kinofans können sich sogar an Original-Autos aus Klassikern der Filmgeschichte erfreuen, darunter der 1966 Ford Thunderbird aus „Thelma und Louise“, der De Tomaso Pantera von Elvis Presley oder der Ferrari 308 GTS Targa von Tom Selleck aus „Magnum“.

Ein weiteres Highlight ist der sogenannte Breakfast Club Cruise-In im Parkbereich des Museums an dem jedem letzten Sonntag im Monat: Hier finden sich begeisterte Cafe Racer-Fahrer mit ihren Bikes ein, um sich bei einem gemeinsamen Frühstück einen Überblick über die exotischen Custom- und Classic Bikes vor Ort zu verschaffen.

Zur Info: Das Petersen Automotive Museum liegt im Miracle Mile District in Los Angeles am Wilshire Boulevard und hat täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.

Motorradclubs und Symbolik: Colours und Kutten

Motorradclubs wie die Hells Angels oder Bandidos pflegen ihre ganz eigene Kultur, gespickt mit Symbolen und Erkennungszeichen. Das auffälligste Merkmal ist wohl die Kutte: Kein Kleidungsstück symbolisiert die Rocker-Subkultur in dem Maße wie die ärmellose Lederweste. Im Rahmen der Maßnahmen gegen illegale Aktivitäten mancher Clubs werden teilweise Kutten- und auch Colour-Verbote ausgesprochen: Wir erklären den Unterschied.

Als Colour wird das Erkennungszeichen eines Motorradclubs bezeichnet, beispielsweise Logo und dazu passender Schriftzug – dieses wird in der Regel als Backpatch auf dem Rücken der Kutte getragen und ist den vollwertigen Mitgliedern heilig: Nur ihnen ist das Privileg vorbehalten, die Clubfarben zu tragen. Colour der Hells Angels ist beispielsweise der typische Schriftzug in den Clubfarben rot-weiß kombiniert mit dem geflügelten Totenkopf, dem sogenannten Death Head. Darunter befindet sich auf dem Backpatch noch der Name des Chapters, also der Ortsgruppe.

Ein Colour-Verbot folgt meist auf ein Club-Verbot, das gegen ein spezielles Chapter eines MCs ausgesprochen wurde und bezieht sich auf die clubeigenen Logos, Symbole und Schriftzüge – praktisch alles, was der Begriff Colour umfasst. Diese dürfen öffentlich fortan nicht mehr gezeigt werden, weder auf Kleidung noch auf Vereinshäusern, Fahrzeugen oder anderen Gegenständen.

Im Gegensatz dazu ist ein Kuttenverbot meist zeitlich begrenzt und bezieht sich gerne auf eine bestimmte Veranstaltung: Hier sind dann Kutten und andere Motorradclub-Symbole verboten, einschließlich der üblichen Patches und unabhängig von dem jeweiligen Club. Details werden vor dem Event von der Polizei bekannt gegeben. Das Ziel ist klar: Auseinandersetzungen zwischen den Mitgliedern der verschiedenen Clubs zu verhindern.

Tolle Anlaufstelle für Biker: Das Wessons Cafe im englischen Horam

Ein etwas anderer Ausflugstipp: Etwa 40 Kilometer vom berühmten englischen Küstenort Brighton entfernt findet ihr das Wessons Cafe. Seit 2000 ist das gemütliche Bistro an der High Street in Horam Anlaufstelle für Biker, Reiter und Radfahrer – doch das Herz der Eigentümer schlägt eindeutig für Motorräder und ihre Fahrer.

Im Wessons Cafe ist eigentlich immer etwas los, kaum jemals stehen keine Bikes vor dem urigen, rot geklinkerten Cafe mit Holzveranda und bunten Blumenampeln unter der blauen Markise. Rund 120 Leute finden innen Platz, doch bei schönem Wetter spielt sich das Meiste sowieso draußen ab.

Kulinarisch hat das Wessons als Mix aus klassisch-britischem Cafe und American Diner fast für jeden Geschmack etwas zu bieten: Frühstück, Brunch, Drinks, Burger, Sandwiches und sogar vegetarische Spezialitäten stehen auf der Karte. Besonders für Frühaufsteher lohnt sich ein Abstecher nach Horam, denn das Wessons Cafe hat in der Woche ab 7.00 Uhr geöffnet, am Wochenende ab 9.00 Uhr. Nachmittags ist allerdings schon um 16.00 Uhr Schluss, außer Donnerstags: An diesem Tag könnt ihr die bikerfreundliche Atmosphäre offiziell sogar bis 22.00 Uhr genießen. Grundsätzlich längere Öffnungszeiten sind allerdings in Planung.

Ein Tipp: Besonders voll ist es in der Regel am Sonntag, zu diesem Zweck hat Besitzer Steve sogar eine Extra-Theke direkt an der Tür eingerichtet, um mit den Getränkebestellungen schneller hinterher zu kommen. Wer es etwas ruhiger mag, ist daher mit einem Besuch in der Woche gut beraten.

Verschiedene Styles der Bikerjacke

Bikerjacke ist nicht gleich Bikerjacke: Zwar haben die Brüder Schott bereits 1928 den Stil geprägt, den wir heute kennen – doch neben der kultigen Perfecto aus schwarzem Leder mit Frontschnalle und Reißverschluss haben sich noch andere Styles herauskristallisiert. Noch vor der Marlon Brando-Ära („Der Wilde“) in den 50ern entwickelte sich im Zweiten Weltkrieg die Fliegerjacke.

Schott erhielt damals Aufträge der Regierung und stattete die US-Navy während des Kriegs in großem Stil mit Pea Coats und Fliegerjacken aus Rossleder und die Air Force mit Schaffelljacken (im englischen Bomber Jackets genannt) aus. Der Schnitt der Fliegerjacke hat sich bis heute kaum verändert. Ihre Merkmale: kurz im Stil einer Bomberjacke, braunes Leder, Lammfellkragen, Strickbündchen an Ärmeln und Saum, Schulterklappen und zwei aufgesetzte Taschen. Die A2 All Season Flightjacket von Schott wurde in der Folge Kult, genau wie die Perfecto.

Eine weitere Variante sind Motorradjacken im Cruiser-Stil, wie sie einst Schauspiellegende Steve McQueen und das US-Team bei der Internationalen Sechstagefahrt 1964 trugen. Merkmale der Jacke: Gewachste Baumwolle, gestepptes Nylon, Stehkragen und aufgesetzte Taschen. Der Schnitt der Jacke ist deutlich länger als der von Bikerjacken im Perfecto-Stil, so werden die Rennjacken mit einem Taillengürtel getragen. Sowohl Barbour als auch Belstaff ließen den Trend wieder aufleben. Belstaff designte mit der S. Icon Rennjacke aus gewachster Vintage-Baumwolle mit US-Flaggen-Patch sogar eine Hommage an Motorradnarr McQueen.