Ausstellung präsentiert Daniel Craigs Vintage-Jacke aus „Defiance“

Ihr steht nicht nur auf coolen Bikerstyle, sondern auch auf ikonische Filmkostüme? Dann haben wir vielleicht genau den richtigen Reisetipp für euch. 

Seit dem 10. Juli hat das Brigham Young University (BYU) Museum of Art im US-Bundesstaat Utah eine Ausstellung im Programm, die die kultigsten Film-Outfits der letzten Jahrzehnte zeigt – darunter auch die wunderschöne Lederjacke im Stil des Zweiten Weltkriegs, die Daniel Craig in „Defiance“ trug.

Kult-Outfit: Daniel Craig in „Defiance“

In dem Kriegsdrama von 2008 spielte der Brite den Charakter des Tuvia Bielski, der 1941 Hunderte Juden vor der Verfolgung bewahrte, indem er sie in sein eigens errichtetes Wald-Refugium aufnahm. Doch nicht nur die dramatische Handlung, auch das Kostümdesign von „Defiance“ sticht heraus – so trägt die gerade geschnittene Vintage-Jacke aus braunem Leder mit aufgesetzten Pattentaschen und Taillengürtel maßgeblich zur Autorität von Daniel Craig bei und verleiht seiner Figur eine verlässliche und geerdete Aura.

Bemerkenswert: Insgesamt sechs Versionen der Fliegerjacke wurden für „Defiance“ kreiert, jede mit unterschiedlichen Chemikalien und technischen Mitteln auf den optisch entsprechenden Stand gebracht, den vier Jahre Verstecken in der Wildnis so mit sich bringen.

Die 40 Kostüme aus insgesamt 25 Filmen, die die Ausstellung namens „CUT! Costume and the Cinema“ präsentiert, haben alle eines gemeinsam: Sie stammen aus der mehrfach prämierten Kostümschneiderei London Costume House Cosprop. Noch bis zum 6. Dezember 2014 könnt ihr hier nicht nur die Vintage-Lederjacke von Daniel Craig, sondern auch Johnny Depps Piratenmantel aus „Fluch der Karibik“ oder Colin Farrells Eroberer-Outfit aus „The New World“ bewundern.

„The Doobie Brothers“: Patrick Simmons verrät sein Lieblings-Bike

Die Doobie Brothers stehen mit Hits wie „Long Train Runnin'“ oder „What a Fool Believes“ nicht nur für klassischen 70er-Jahre-Rock: Mehr als 40 Jahre nach ihrer Gründung verkörpert die ikonische Band rund um Sänger und Gitarrist Patrick Simmons immer noch Rock’n’Roll-Lifestyle, zu dem nun mal Gitarren und Bikes gehören.

In diesem Sommer sind die „Doobies“ mit neuem Album tatsächlich wieder auf US-Tour und Patrick Simmons verrät bei der Gelegenheit auch gleich, wie es um seine Leidenschaft für Motorräder bestellt ist.

Besonders cool: Der 65-Jährige steht unverkennbar auf schöne Vintage-Maschinen und arbeitet derzeit höchstpersönlich an einer 1929 Harley-Davidson JD, um sie für den Motorcycle Cannonball Endurance Run im September fitzumachen. Dabei hat sich der Sänger der Doobie Brothers einiges vorgenommen, denn die Strecke führt von Daytona in Florida ganz bis in den Nordwesten der USA, nach Tacoma in Washington State.

Ungeübt ist Patrick Simmons allerdings nicht: Letzten Sommer führte ihn eine Tour auf seiner 1914 Harley-Davidson Two-Speed immerhin von Sturgis in South Dakota – bekannt für die jährlich stattfindende Sturgis Motorcycle Rallye – rund 1000 Meilen nach Milwaukee in Wisconsin. Eine beachtliche Strecke für so eine alte Maschine. Seine Frau wird das Doobie Brothers-Mitglied auf dem Motorcycle Cannonball Endurance Run übrigens begleiten – auf einer 1934 Harley DL. Ganz nach nach dem Doobies-Motto „Takin‘ It to the Streets“.

Der Look aus „Sons of Anarchy“

Was den Biker-Look im Alltag anbelangt, dienen die „Sons of Anarchy“ zweifellos als gute Inspirationsquelle – schließlich sind die SAMCRO-Mitglieder praktisch auf ihren Maschinen zuhause und präsentieren ganz nebenbei auch noch einen sehr relaxten und authentischen Style.

Einen großen Vorteil haben die „Sons of Anarchy“ natürlich: Kombiniert mit ihren coolen Kutten mit dem Reaper auf dem Rücken können sie eigentlich kaum etwas falsch machen, denn die ikonischen Lederwesten und nicht zuletzt ihre Harley Dynas werten so ziemlich jedes Outfit sofort auf. Dennoch zeigen die Serien-Antihelden: Biker-Style ist mehr als nur Lederjacke und Jeans.

Den wohl jugendlichsten Look zeigt Hauptfigur Jax Teller, in der Serie dargestellt von Charlie Hunnam. Er lässt urbanen Hip-Hop-Chic in den Biker-Style miteinfließen und traut sich, weiße Sneakers und Baggy Pants zur Kutte zu tragen. Sein Markenzeichen ist allerdings das Karohemd, das wohl als Basic zu jedem Outfit funktioniert: Robust und wetterbeständig passt Flanell praktisch zu allen Jahreszeiten perfekt zur Bikerjacke. Wenn er mal nicht auf dem Bike sitzt, trägt Jax gerne Baseball-Cap und Hoodie.

Ansonsten lassen sich in „Sons of Anarchy“ natürlich auch ganz klassische Rocker-Elemente finden: Bandanas, Gürtel mit Totenkopfschnallen, derbe Boots und dunkle Bikerjeans. SAMCRO-Mitglied Chibs trägt häufig hautenge Lederjacken- oder Hemden unter der Kutte, während die übrigen Biker auf Print-T-Shirts (gerne mit dem MC-Logo) zur Kutte setzen: Ein einfacher aber effektiver Style auf und abseits der Straße.

Der Roadtrip: Das muss alles mit

Selbst für geübte Biker ist das Packen für den Roadtrip schon mal eine Herausforderung – und fast immer kommt am Ende viel zu viel unnötiges Gepäck mit, das keiner braucht.

Vor der Abfahrt solltet ihr euch daher ein wenig Zeit für die Planung nehmen und erst einmal überlegen, was überhaupt alles mit muss. Relevante Fragen sind: Wie wird das Wetter am Zielort? Wie lange bleibt ihr? Was braucht ihr dringend vor Ort, zum Beispiel an Camping-Ausrüstung? Übernachtet ihr im Zelt oder im Hotel? Generell ist weniger immer mehr und besonders unerfahrene Biker neigen nicht selten dazu, zuviel mitzunehmen.

Ein Trick: Schmeißt vor dem Packen alle möglichen Utensilien und Kleidungsstücke für die Reise auf einen Haufen und sortiert in mehreren Schritten aus, was euch entbehrlich erscheint. Was am Ende übrig bleibt, darf mit. Übertreibt es insbesondere nicht bei den Klamotten, denn in fast jeder Urlaubsdestination gibt es die Möglichkeit, zu waschen.

Bewährt haben sich besonders Klamotten und andere Utensilien mit Mehrzweck, zum Beispiel isolierende Regenjacken oder Allwetterstiefel. Außerdem sind funktionale, platzsparende Kleidungsstücke voluminösen Alternativen immer vorzuziehen. Nicht verzichten solltet ihr hingegen auf regenfeste und warme Basics, ganz egal wo es hingeht – denn diese sind in der Regel schwieriger nachzukaufen als eine Zahnbürste oder ein Unterhemd.

Wenn euer Roadtrip in der Gruppe stattfindet, vergleicht vor der Abfahrt eure Packlisten, um zum Beispiel spezielles Werkzeug oder Kartenmaterial nicht doppelt und dreifach mitzunehmen – auch das spart im Endeffekt Platz auf dem Motorrad und macht den Trip komfortabler.

Kleiner Exkurs über die Verarbeitung von Leder

Leder unterscheidet sich nicht nur hinsichtlich der verwendeten Tierhäute – auch die Verarbeitung hat Einfluss auf den Einsatz im Bereich von Kleidung und Accessoires.

Das wohl gängigste Material für Motorräder und Bikerkleidung ist Nappaleder: Ursprünglich war es eher ein Begriff für Handschuh- und Bekleidungsleder, doch heute spricht man auch im Bereich von Möbeln und anderen Polsterteilen von Nappaleder – eigentlich ist es sogar ein Überbegriff für glattes Leder. Die Oberfläche ist glatt und geschmeidig, somit ist Nappa neben Kleidung auch hervorragend geeignet für Sitzbänke, Motorradtaschen und anderes Zubehör.

Nubukleder unterscheidet sich von Nappaleder durch seine feine, aufgeraute Oberfläche auf der Narbenseite. Damit erhält es erst seine typisch samtige Oberfläche, bei der die natürliche Lederfaser kaum mehr zu erkennen ist. Nubuk ist allerdings auch sehr empfindlich gegenüber Schmutz und Ausbleichen durch die Sonne – somit ist sein Einsatz eigentlich eher im Bereich von Accessoires wie Taschen oder Portemonnaies denn strapazierfähiger Motorradkleidung üblich.

Veloursleder wiederum ist noch stärker aufgeraut als Nubuk und hat eine unbeschichtete Rückseite. Seine Textur ist sehr grob und weniger weich und empfindlich, dadurch eignet es sich auch für sehr schöne Bikerjacken – man denke nur an cognac- oder naturfarbene Jacken oder Fransenstiefel im Cowboystil, denen Velours erst die typische, naturverbundene Optik verleiht. Die Pflege ist übrigens kaum der Rede wert, denn Velours ist extrem unempfindlich gegen Flecken und lässt sich einfach abbürsten.

Eine besondere Stellung im Biker-Segment nimmt das sogenannte Full-Grain Leder ein, also vollnarbiges Glattleder, das nicht geprägt und abgesehen von der milden Gerbung naturbelassen ist. So sind alle natürlichen Unregelmäßigkeiten und die typische Narbung der Tierhaut gut zu erkennen lässt. Die Textur ist ebenfalls weich und sehr griffig – durch seine derbe Optik eignet es sich besonders gut für Vintage-Stücke.