Motorisierte Fahrräder mit Stil: Derringer in Los Angeles kreiert Custom Bicycles

Geschwindigkeit und Gefahr: Beides strahlen die extrem dynamischen Custom-Fahrräder von Derringer aus, in denen weit mehr steckt als nur ein großartiges Design. Mit etwas mehr als 50 km/h seid ihr auf den 49ccm-Motoren unterwegs – kein Wunder, denn ihren Ursprung haben die Bikes in den gefürchteten Board Track-Rennen aus den 20er Jahren.

Extrem populär war dieser Sport damals in de USA, allerdings kam er nie so richtig in Europa an. Die Board Track Fahrer waren damals in ovalen Ring-Arenen auf Holzplanken unterwegs, ähnlich wie im Bahnradsport heute. Die Racer wurden schnell zu den ersten absoluten Sportstars – kein Wunder, schließlich begaben sie sich wieder und wieder in tödliche Gefahr! Die Sterberate beim Board Track war extrem hoch und schwere Unfälle an der Tagesordnung.

Die Fahrräder wurden nur für einen Zweck designt: Geschwindigkeit. Und genau das sieht man den Derringer-Modellen auch heute noch an. Verkleidung oder unnütze Utensilien und Gimmicks am Rad sind überflüssig, stattdessen handelt es sich um sehr puristische Räder mit extrem starkem Motor.

Auf Kundenwunsch fertigt Derringer in Kalifornien Vintage-Bikes an, die in Farbe und auch hinsichtlich der technischen Teile komplett individuell designt werden, von der Farbe der Felgen bis hin zum Ledersattel. Eins ist klar: So cool seid ihr wohl noch nie Rad gefahren.

„Sons of Anarchy“: Style-Inspirationen für Frauen

Über die Bikes und den Style der männlichen Mitglieder der „Sons of Anarchy“ haben wir schon berichtet – doch auch die weiblichen Protagonisten der TV-Serie haben einen unverwechselbaren Stil in Sachen Mode.

Allen voran gilt das für die First Lady der „Sons of Anarchy“, Gemma Teller Morrow, die in der Biker-Serie von Katey Sagal dargestellt wird. Ihr leicht trashiger, aber gleichzeitiger tougher Rocker-Style sagt vor allem eins aus: Mit mir ist nicht zu spaßen. Dennoch mixt sie immer auch eine Portion Femininität in ihre Garderobe, beispielsweise schwarze Spitze, dezente Volants, Silberschmuck und extravagante Accessoires.

Darüber hinaus in ihrem modischen Repertoire: sehr gut sitzende Jeans in unterschiedlichen, meist dunklen Waschungen, zahlreiche schwarze Lederjacken, teilweise mit sehr aufwendigen Schnür-Details, und hochwertige Lederboots. Doch auch lässige Karohemden und weiße Hemden kombiniert Gemma stilsicher zu Jeans.

Ebenfalls erwähnenswert: der Style von Jax‘ Old Lady Tara Knowles, der sich im Laufe der Serie stärker an das Rocker-Umfeld anpasst. Ist der Look der Ärztin anfangs noch relativ brav, legt sie sich später eine toughe Frisur zu und trägt gerne hochwertige Bikerjacken aus Wildleder, meist zu Tank Top und Jeans.

Generell lässt sich der Look der „Sons of Anarchy“-Frontfrauen um Gemma mit einigen Abstufungen gut in den Alltag integrieren – so ist er zwar auffällig, aber dennoch cool und sportlich. Ein Tipp: Schwarzes Leder sollte immer dabei sein. Aber auch coole Taschen oder Stiefel bieten sich als Hingucker an – genau wie extravaganter Schmuck oder Gürtel. Haltet hierfür auf Biker-Events oder natürlich im Internet Ausschau.

Historie pur im Ace Cafe in London

Die Heimat von Rock’n’Roll und britischen Vintage-Bikes: Das Ace Cafe in London ist Kult. Hier entstand in den 50er Jahren der einzigartige Vibe rund um Lederjacken, Jukebox und Rebellion. Besonders die jährliche Reunion im September ist unbedingt einen Besuch in Stone Bridge wert – das liegt im Nordwesten von London.

Doch wie ging es eigentlich los mit dem Ace Cafe? 1938 wurde es als Rastmöglichkeit für Nutzer der neuen North Circular Road gebaut und entwickelte sich schnell zur beliebten Anlaufstelle für Biker – nicht zuletzt, weil es 24/7 geöffnet hatte. Schon ein Jahr später kam der Service-Gedanke dazu und das Cafe wurde um Werkstatt, Waschanlage und Shop für Ersatzteile ergänzt – Bikerherz, was willst du mehr?

Richtig los ging es allerdings erst nach dem Zweiten Weltkrieg: Das teilweise zerstörte Gebäude wurde wieder aufgebaut und entwickelte sich in den 50ern zum Hotspot für die rebellische Jugend. Jukebox, Rock’n’Roll, Gleichgesinnte, schwarze Lederjacken und Motorräder gehörten einfach zusammen im Ace Cafe London. Hilfreich auch, dass die britische Motorradindustrie zu der Zeit auf ihrem absoluten Höhepunkt war.

Noch heute lebt das Ace Cafe das nostalgische Feeling und zelebriert die Biker-Gemeinschaft einmal jährlich mit einer legendären Reunion im September, die Motorradfreunde aus aller Welt anzieht. Die 21. Runde des Bikertreffens findet in diesem Jahr vom 12. bis 14. September statt.

Kurt Sutter: „Sons of Anarchy“-Schöpfer mit neuen Infos zur 7. Staffel

Fans von „Sons of Anarchy“ zählen bereits die Tage bis zum 9. September runter: Dann startet die finale 7. Staffel des Biker-Dramas im US-TV. Fast täglich erreichen uns Neuigkeiten zu den Charakteren oder zum Plot, so wurden gerade erst düstere und verrauchte Charakterposter vom Sender veröffentlicht. Der Mastermind hinter „Sons of Anarchy“, Kurt Sutter, verrät jetzt im Interview mit „The Verge“ Neues zu Staffel 7.

Besonders interessant: Selbst Kurt Sutter hat offenbar selbst noch nicht das komplette Endbild im Kopf. Obwohl die 7. Staffel schon in zweieinhalb Wochen startet, hat er bislang erst die ersten acht Folgen beim Sender eingereicht. Der Rest entwickelt sich, sobald die ersten Episoden in die Postproduktion gehen – dann erst könne er beurteilen, was storytechnisch überhaupt funktioniert, verrät er.

Doch was genau interessiert den TV-Autoren eigentlich so an Motorradclubs? „Die Biker-Kultur explodiert förmlich weltweit. Mich hat immer die Ironie der Motorradclubs fasziniert. Sie sagen Dinge wie ‚ride free‘ und ‚fuck the establishment‘, aber eigentlich haben sie viel mehr Regeln und Gesetze als du oder ich, fast wie kleine Militär-Einheiten“, findet Sutter.

Auch den Kern der Serie bringt er auf den Punkt: „Egal, wie gierig oder besessen unser Land auch ist, wir sind eine Nation, die im Endeffekt auf sich selbst aufpassen kann. Das ist Teil der Anziehung der Sendung. Es geht um Familie, aber genauso um die Gemeinschaft, das Dorf und die Organisation, zu der man gehört.“

Mit Blick auf die 7. Staffel zieht Kurt Sutter auch Parallelen zwischen den Querelen der „Sons of Anarchy“ und Politik. So ist für ihn auch die Beziehung zu den rivalisierenden Mayans ein wackeliges Gerüst aus Spannungen, Vertrauen und wieder Spannungen – genau wie auf diplomatischer Ebene zwischen zwei Ländern.

Die Positionen der Leader Jax bei SAMCRO und August Marks auf der anderen Seite vergleicht er mit der von Staatspräsidenten und -ministern in der echten Welt – nur, dass sich in der Serie alles in kleinerem Rahmen abspielt und es um Waffen und Drogen statt Öl und Territorien geht.

Unterwegs auf dem Bike: Verkehrstipps für die Schweiz und Österreich

Egal, ob euer Reiseziel tatsächlich in der Schweiz oder Österreich liegt, oder ob ihr die Alpenländer nur auf dem Weg in den Süden durchquert – ein bisschen Grundwissen über die Verkehrsregeln kann nicht schaden, denn einiges ist anders als bei uns.

So haben beide Länder beispielsweise eine Autobahnmaut eingeführt. Mit einer Vignette signalisiert ihr, dass ihr die Gebühr entrichtet habt. Nur wo aufkleben, ist die Frage? Laut Vorschrift muss die Vignette zwar an einem gut sichtbaren, nicht auswechselbaren Teil des Motorrads aufgeklebt werden – in Frage kommt nach gängiger Praxis allerdings auch der Platz unter der Sitzbank. Vorteil ist die Diebstahl- und Wetterfestigkeit dieses „Geheimortes“, bei einer Vignettenkontrolle müsst ihr dann allerdings die Sitzbank kurz anheben.

Wie verhält es sich in der Schweiz und Österreich mit den Tempolimits? Während in Österreich das in vielen Ländern übliche Limit von 130 km/h auf Autobahnen gilt, sind es in der Schweiz nur 120. Außerhalb geschlossener Ortschaften darf in Österreich maximal 100 gefahren werden, in der Schweiz sind es auf Landstraßen sogar nur 80 Stundenkilometer.

Eine Besonderheit gibt es in der Schweiz für bergige Straßen: Sollte euch auf einem für zwei Fahrzeuge zu schmalen Pass doch mal jemand entgegenkommen, muss in der Regel das bergab fahrende Fahrzeug zurücksetzen. Bei unterschiedlich schweren Fahrzeugen trifft es allerdings das leichtere, also in der Regel das Motorrad, sofern denn eines beteiligt ist.

Außerdem noch wichtig zu wissen für Touren durch Österreich: Auch auf dem Motorrad müsst ihr hier einen Verbandskasten dabeihaben.