Wissenswertes über Motorradhandschuhe

Worauf solltet ihr beim Kauf achten?

Motorradhandschuhe sind Teil der Grundausstattung eines Motorradfahrers – abgesehen vom Sicherheitsaspekt sehen sie darüber hinaus einfach nur verdammt cool aus. Modelle wie die „Bobber“ oder „Cafe Gloves“ von Iron & Resin spiegeln das Design unserer Bikes perfekt wider und unterstreichen den Vintage-Stil.

Ein häufiger Fehler ist es, Motorradhandschuhe zu groß zu kaufen. Selbst erfahrene Biker scheinen auf die Devise „lieber etwas weiter“ zu setzen, dabei ist das Gegenteil der Fall. Das Leder weitet sich beim Tragen noch etwas, daher dürfen die Gloves bei der ersten Anprobe gerne sehr eng sitzen. Entscheidend ist auch die Länge der Finger. Zwischen Fingerkuppe und Handschuh sollten einige Millimeter Platz sein, damit die Finger in keinem Fall anstoßen. Ein Tipp: Sollten die Motorradhandschuhe schon bei der Anprobe kneifen, lasst lieber die Finger davon.

Unsere Ledermodelle sind in der Regel sehr minimalistisch ausgestattet, genau wie unsere Bikes. Lediglich ein paar Features sind ratsam für ein gutes Tragegefühl – so verhindert zum Beispiel ein Gummibund am Handgelenk, dass Wind in den Handschuh kommt. Aufgrund der dauerhaften Belastung sind beispielsweise die Modelle von Roland Sands an den Handflächen verstärkt und am Handrücken und den Fingern gepolstert. Das bietet Schutz, macht aber auch den Griff am Lenker viel einfacher.

In Sachen Pflege solltet ihr eure Handschuhe gelegentlich mit Kernseife waschen – auch um den Schweiß auszuspülen, der sich ohne Frage im Material sammelt. Lasst sie hinterher an der Luft trocknen – keinesfalls in der Sonne – und verwendet anschließend eine Lederpflege – mehr braucht ein guter Handschuh zum Glück nicht.

Darum ist Raw Denim das Nonplusultra

In den letzten Jahren ist Raw Denim glücklicherweise wieder populärer geworden: Während viele Jeansfans nach wie vor auf Extremwaschungen, Bleichen und künstliche Used-Details setzen, weiß man gerade in der Bikerszene die Vorzüge von purem, unbehandeltem und authentischem Denim zu schätzen.

Eigentlich muss sich eine Jeans ihre Gebrauchsspuren nämlich erst verdienen und diese nicht schon mit der Geburt praktisch gratis mitbekommen, auch wenn der Weg dorthin hart und unbequem ist.

Der Trend des dunklen, indigoblauen Raw Denim geht eigentlich auf die Arbeiterhosen in den USA zurück, die über Jahre hinweg extremer Beanspruchung standhalten mussten -das Gleiche erwarten wir auch als Biker von unseren Jeans. Die hochgekrempelten Hosenbeine der klassischen Arbeiterhose stammen übrigens von der Tradition, Jeans an jüngere Brüder weiterzureichen, weshalb die Hosen nie gekürzt, sondern eben umgeschlagen wurden.

Um Raw Denim selbst einzutragen, braucht es allerdings etwas Geduld: Acht Monate lang solltet ihr die Hose nicht waschen und dafür so oft wie möglich tragen, auch wenn es anfangs sehr unbequem sein kann. Doch nur so entwickelt die Hose ihren eigenen Look mit den ureigenen Gebrauchsspuren und perfekten Sitz, der ewig hält. Außerdem wäscht das schöne Indigo durch das möglichst späte Waschen nicht gleichmäßig aus, sondern später der natürlichen Tragefalten entsprechend unregelmäßig.

Auf Workwear und Raw Denim spezialisiert hat sich vor allem die Marke Indigofera – hier setzt man auf altmodische Qualität, zudem trägt das Label die besondere Farbe des Raw Denim sogar auch noch gleich im Namen. Einen guten Ruf auf dem Markt genießt außerdem das „eisenharte“ Denim Iron Heart, einst von japanischen Bikern gegründet – es hält praktisch ein Leben lang.

Problematisch? Brille tragen unter dem Helm

Auf perfekte Sicht können wir beim Biken nicht verzichten – und manchmal ist dafür eine Brille nötig. Auch unter dem Jethelm muss das nicht gleich zum Problem werden.

Diejenigen unter euch, die auch beim Biken auf eine Sehhilfe angewiesen sind, müssen leider ein wenig erfinderisch sein in Punkto Vereinbarkeit von Komfort und guter Sicht. Dennoch gibt es ein paar Tricks, die ihr als Brillenträger berücksichtigen könnt.

Zunächst einmal stellt euch die Frage, ob ihr lieber mit Kontaktlinsen oder Brille auf dem Motorrad unterwegs seid. Von Kontaktlinsen raten viele Biker ab, da die Augen im Luftstrom leicht austrocknen und die Linsen extrem unangenehm werden können. Aber auch hier gilt: Probieren geht über Studieren, also bildet euch am besten eine eigene Meinung. Wenn ihr auf dem Bike lieber Brille tragt, empfehlen wir dünne, hoch sitzende Bügel, die das Blickfeld möglichst wenig einschränken. Elastische Bügel sind hingegen keine so gute Idee, da sie zwischen Kopf und Helm schnell einmal verbiegen.

Übrigens solltet ihr auch eure Brillengläser mit einem Antibeschlagmittel behandeln oder auf den alten Trick mit Spülmittel und Polieren setzen – denn nichts ist ärgerlicher als eine beschlagene Brille bei voller Fahrt. Davon abgesehen empfehlen wir leicht Kunststoffgläser fürs Biken, denn diese splittern im Fall der Fälle nicht so wie Glas, außerdem beschlagen sie weniger.

Zur Frage des Helms: Natürlich wollt ihr auch als Brillenträger ungern auf einen optisch ansprechenden Jethelm verzichten – müsst ihr auch nicht! Voraussetzung ist nur, dass ihr euch eine gut sitzende Motorradbrille zulegt, die ihr über eurer Sehhilfe tragt. Heutzutage gibt es tolle Modelle, die auch nicht mehr von so gigantischem Ausmaß sind wie noch vor einigen Jahren. Alternativ gibt es auch Modelle mit verbautem Visier, bzw. Sonnenblende. Macht euch einfach im Einzelhandel schlau und probiert unbedingt vor Ort Brille und Jethelm zusammen an – nur so könnt ihr herausfinden, ob beides zusammen harmoniert.

Motorradstiefel brauchen Liebe und Pflege

Gute Motorradstiefel halten an sich viele Jahre lang – doch sollten sie regelmäßig gepflegt werden. Schließlich macht auch das beste Leder nicht alles mit.

Spätestens bevor ihr euch im Spätherbst von eurem Bike verabschiedet, besser jedoch regelmäßig solltet ihr euren Motorradstiefeln eine Portion Pflege gönnen. Nur so habt ihr lange Freude an ihnen. Außerdem passen saubere Boots eindeutig besser zur edlen Maschine.

Wer will schon feuchte Füße…

Zwar bietet Leder einen natürlichen Schutz vor Nässe, dennoch setzt Regen dem Material auf lange Sicht gehörig zu. Es kann hart, brüchig und spröde werden. Sind die Motorradstiefel einmal nass geworden, stopft sie am besten mit Zeitungspapier aus und stellt sie umgedreht, also mit der Sohle nach oben, an einen trockenen Ort – nur bitte nicht an die Heizung oder in die direkte Sonne. Das umgekehrte Aufstellen sorgt dafür, dass Feuchtigkeit zwischen Futter und Obermaterial besser entweichen kann.

Wenn die Boots trocken sind, entfernt ihr Schmutz und Staub mit einem Tuch oder einer weichen Bürste – getrockneter Dreck von der Straße lässt sich meist einfach abbürsten. Wichtig: Um das Leder weich und geschmeidig zu halten, verwendet anschließend eine spezielle Lederpflege, die ihr gleichmäßig auftragt und eintrocknen lasst. Sollte übrigens die Farbintensität bei braunen oder schwarzen Stiefeln nachlassen, könnt ihr mit einer farbauffrischenden Pflege leicht nachrüsten.

Im Anschluss an die Lederpflege könnt ihr nach Bedarf ein imprägnierendes Spray verwenden – besonders, wenn ihr häufiger bei Regen auf euren Bikes unterwegs seid.

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