Die Anfänge der Bikerjacke

Kaum ein Kleidungsstück verkörpert den Motorradstyle so wie die Bikerjacke – rau, derb und körperbetont macht sie das Feeling eigentlich erst komplett. Gleichzeitig ist sie ein Sinnbild für Rebellion, Individualität und Freiheit. Auch in der Mode ist das Trendteil zum geflügelten Begriff geworden – doch wann fing alles an?

Die ersten Anfänge der Bikerjacke gehen zurück in das Jahr 1913: Damals fertigten die Brüder Irving und Jack Schott in ihrem Keller in der New Yorker Lower East Side Regenjacken und verkauften sie auf der Straße. Der Pioniergeist der Schott-Brüder lohnte sich, denn die Jacken wurden ihnen förmlich aus den Händen gerissen.

Ihr Modell einer Lederjacke entwickelte sich im Laufe der nächsten 15 Jahre weiter, bis Irving Schott 1928 schließlich die erste Bikerjacke designte, wie wir sie kennen: Schwarzes Leder, kurzer Schnitt, Umlegekragen und Reißverschluss. Der Name: Schlicht und einfach Perfecto, benannt nach Schotts favorisierter Zigarrenmarke. Der Verkauf der Perfecto lief übrigens über einen Retailer namens Harley-Davidson in Long Island. Preis pro Stück: 5,50 Dollar.

Kultstatus genießt die Perfecto von Harley-Davidson übrigens noch heute – richtig los ging es allerdings in den 50er-Jahren mit Film-Ikone Marlon Brando in „Der Wilde“: Dadurch, dass Brando seine Jacke im ganzen Film kaum einmal auszog, wurde die Perfecto zum Symbol für Jugend und Rebellion. Interessantes Resultat waren sinkende Verkaufszahlen, da das Modell daraufhin als Gauner-Symbol an Schulen verboten wurde. Ein weiterer Verfechter der Kultjacke war übrigens Berufs-Rebell James Dean.