Die besten Motorradfilme aller Zeiten – Teil 1

Motorräder und das damit verbundene Lebensgefühl von Freiheit haben nicht erst seit „Easy Rider“ den Stoff für zahlreiche Filme geliefert. Bereits in den 50er Jahren wurden Motorrad und Lederjacke in den so genannten Rocker Movies als Ausdruck der Rebellion gegen die Gesellschaft und ihre autoritären Regeln dargestellt. Und auch heute gilt im Film noch, was oft auf die Realität zutrifft: Wer lässig ist und seine Freiheit liebt, der fährt Motorrad. Wir haben deshalb die sechs besten Biker-Movies für Euch zusammengestellt.

Der Wilde (USA, 1953)

Marlon Brando spielt „Johnny Strabler“, Rebell und Anführer des Black Rebel Motorcycle Clubs, der in einer Kleinstadt für Unruhe sorgt. Das Lederjacken-Outfit, die rebellische Attitüde und Brandos 650 cc Triumph Thunderbird beeinflussten daraufhin eine ganze Jugendkultur. „Der Wilde“ war auch der erste Film, bei dem das Hersteller-Logo auf den Motorrädern nicht unkenntlich gemacht wurde. Angeblich protestierte Triumph-Importeur Johnson Motors dagegen, um nicht mit den Wilden BRMC-Bikern in Verbindung gebracht zu werden. Für die Bekanntheit und den Status der Marke war der Film jedoch ausgesprochen förderlich.

Easy Rider (USA, 1969)

Natürlich kommt keine Liste der besten Motorradfilme ohne diesen Film aus, der angeblich sogar Harley-Davidson vor dem bevorstehenden Ruin rettete. Dabei weigerte sich der Hersteller, Motorräder für den Film zur Verfügung zu stellen. Wer erinnert sich nicht an Wyatt und Billy, deren Trip durch Amerika nicht mehr viel mit den bis dahin entstandenen Rocker-Filmen gemeint hat? Hier sind die Biker, die sich auf die Suche nach dem ursprünglichen Freiheitsgedanken Amerikas machen, die Gejagten. Bei den im Film verwendeten Choppern handelt es um vier Panhead-Modelle – ursprüngliche Polizeifahrzeuge – aus den 50ern, die zum legendären Billy Bike und Captain America umgebaut wurden. Darsteller Peter Fonda hatte diese bei einer Auktion ersteigert.

Rocker (Deutschland, 1972)

Der fünfzehnjährige Mark nimmt in „Rocker“ mit Hilfe einer Motorrad-Gang Rache an den Mördern seines Bruders. Klaus Lemkes halbdokumentarischer Film über den Hamburger Kiez in den 70er Jahren genießt nicht nur in der Hafenstadt Kultstatus. Aus heutiger Sicht teilweise unfreiwillig komisch wirkende Sprüche täuschen nicht darüber hinweg, dass es sich bei „Rocker“ um ein wichtiges Zeitdokument handelt, das von seinen authentischen Laiendarstellern lebt. Nicht nur für Rocker und Biker, die diese Zeit miterlebt haben, ein Pflichtfilm.