Kurt Sutter: „Sons of Anarchy“-Schöpfer mit neuen Infos zur 7. Staffel

Fans von „Sons of Anarchy“ zählen bereits die Tage bis zum 9. September runter: Dann startet die finale 7. Staffel des Biker-Dramas im US-TV. Fast täglich erreichen uns Neuigkeiten zu den Charakteren oder zum Plot, so wurden gerade erst düstere und verrauchte Charakterposter vom Sender veröffentlicht. Der Mastermind hinter „Sons of Anarchy“, Kurt Sutter, verrät jetzt im Interview mit „The Verge“ Neues zu Staffel 7.

Besonders interessant: Selbst Kurt Sutter hat offenbar selbst noch nicht das komplette Endbild im Kopf. Obwohl die 7. Staffel schon in zweieinhalb Wochen startet, hat er bislang erst die ersten acht Folgen beim Sender eingereicht. Der Rest entwickelt sich, sobald die ersten Episoden in die Postproduktion gehen – dann erst könne er beurteilen, was storytechnisch überhaupt funktioniert, verrät er.

Doch was genau interessiert den TV-Autoren eigentlich so an Motorradclubs? „Die Biker-Kultur explodiert förmlich weltweit. Mich hat immer die Ironie der Motorradclubs fasziniert. Sie sagen Dinge wie ‚ride free‘ und ‚fuck the establishment‘, aber eigentlich haben sie viel mehr Regeln und Gesetze als du oder ich, fast wie kleine Militär-Einheiten“, findet Sutter.

Auch den Kern der Serie bringt er auf den Punkt: „Egal, wie gierig oder besessen unser Land auch ist, wir sind eine Nation, die im Endeffekt auf sich selbst aufpassen kann. Das ist Teil der Anziehung der Sendung. Es geht um Familie, aber genauso um die Gemeinschaft, das Dorf und die Organisation, zu der man gehört.“

Mit Blick auf die 7. Staffel zieht Kurt Sutter auch Parallelen zwischen den Querelen der „Sons of Anarchy“ und Politik. So ist für ihn auch die Beziehung zu den rivalisierenden Mayans ein wackeliges Gerüst aus Spannungen, Vertrauen und wieder Spannungen – genau wie auf diplomatischer Ebene zwischen zwei Ländern.

Die Positionen der Leader Jax bei SAMCRO und August Marks auf der anderen Seite vergleicht er mit der von Staatspräsidenten und -ministern in der echten Welt – nur, dass sich in der Serie alles in kleinerem Rahmen abspielt und es um Waffen und Drogen statt Öl und Territorien geht.