Motorradclubs und Symbolik: Colours und Kutten

Motorradclubs wie die Hells Angels oder Bandidos pflegen ihre ganz eigene Kultur, gespickt mit Symbolen und Erkennungszeichen. Das auffälligste Merkmal ist wohl die Kutte: Kein Kleidungsstück symbolisiert die Rocker-Subkultur in dem Maße wie die ärmellose Lederweste. Im Rahmen der Maßnahmen gegen illegale Aktivitäten mancher Clubs werden teilweise Kutten- und auch Colour-Verbote ausgesprochen: Wir erklären den Unterschied.

Als Colour wird das Erkennungszeichen eines Motorradclubs bezeichnet, beispielsweise Logo und dazu passender Schriftzug – dieses wird in der Regel als Backpatch auf dem Rücken der Kutte getragen und ist den vollwertigen Mitgliedern heilig: Nur ihnen ist das Privileg vorbehalten, die Clubfarben zu tragen. Colour der Hells Angels ist beispielsweise der typische Schriftzug in den Clubfarben rot-weiß kombiniert mit dem geflügelten Totenkopf, dem sogenannten Death Head. Darunter befindet sich auf dem Backpatch noch der Name des Chapters, also der Ortsgruppe.

Ein Colour-Verbot folgt meist auf ein Club-Verbot, das gegen ein spezielles Chapter eines MCs ausgesprochen wurde und bezieht sich auf die clubeigenen Logos, Symbole und Schriftzüge – praktisch alles, was der Begriff Colour umfasst. Diese dürfen öffentlich fortan nicht mehr gezeigt werden, weder auf Kleidung noch auf Vereinshäusern, Fahrzeugen oder anderen Gegenständen.

Im Gegensatz dazu ist ein Kuttenverbot meist zeitlich begrenzt und bezieht sich gerne auf eine bestimmte Veranstaltung: Hier sind dann Kutten und andere Motorradclub-Symbole verboten, einschließlich der üblichen Patches und unabhängig von dem jeweiligen Club. Details werden vor dem Event von der Polizei bekannt gegeben. Das Ziel ist klar: Auseinandersetzungen zwischen den Mitgliedern der verschiedenen Clubs zu verhindern.