One Percenter und Outlaws – was hat es damit auf sich?

Jeder hat wahrscheinlich schon mal den berühmten 1%-Patch mit der Raute auf der Kutte eines Bikers gesehen. Die Träger finden sich in der Regel im Umfeld weltbekannter MCs, wie den Hells Angels oder den Bandidos.

Die One Percenter haben ihren Ursprung in einer an sich ganz harmlosen Aussage der American Motorcyclist Association, kurz AMA, im Jahr 1947. Damals tat die AMA alles, um Motorradfahren zu einer familientauglichen und netten Angelegenheit zu machen und prämierte bei ihren Veranstaltungen regelmäßig die schönsten Bikes und die hübschesten Outfits der Fahrer.

Doch dann geriet das Ganze bei einem Motorradevent im kalifornischen Hollister außer Kontrolle und ging als „Hollister Bash“ in die Geschichte ein: Ein paar Biker schlugen über die Stränge und machten mit Schlägereien in betrunkenem Zustand von sich reden, wobei die Vorfälle in der Presse sogar mit gestellten Fotos deutlich drastischer dargestellt wurden. In der Konsequenz sprach die AMA davon, dass sich nur 1% der amerikanischen Biker gesetzlos verhalten würde, während 99% in den Augen der Organisation weiter brave Sonntagsfahrer waren.

Damit lieferte die AMA Individualisten und Rebellen unter den Motorradfahrern die perfekte Vorlage; die Idee der One Percenter war geboren. Heute verstehen sich viele Träger des extra designten 1%-Patches als passionierte Biker, die ihren Club, die Bruderschaft und den Lifestyle mit ganzer Seele lieben und das Motorradfahren nicht nur zum Hobby ausüben – im Gegensatz zu den US-Polizeibehörden, die die One Percenter häufig pauschal mit Kriminellen gleichsetzen.