Marlon Brando: So wurde er zur Ikone der Bikerkultur

Besonders in der Bikerszene genießt Marlon Brando einen sagenhaften Ruf – nicht zuletzt hat der charismatische Schauspieler seinen Teil dazu beigetragen, wie Motorradfahrer noch heute oft betrachtet werden.

Kein Bild des Frauenschwarms ist wohl so geläufig wie das mit seiner geliebten, schwarzen Schott Perfecto mit schrägem Reißverschluss, die auch heute noch als die Bikerjacke schlechthin gilt. So gibt es noch heute Modelle wie von Matchless London, neben der Schott N.Y.C. auch bei Bad & Bold im Programm, die sich stark an der Perfecto orientieren.

Doch nicht nur sein cooler, unnahbarer Style und seine Leidenschaft für Motorräder, auch seine Filme haben Marlon Brando zu einer Ikone der Bikerkultur gemacht. Insbesondere sein Auftritt in „‚Der Wilde“ prägte das Bild des ungestümen Rebellen auf dem Motorrad – und bescherte dem damals 30-Jährigen eine Oscar-Nominierung.

In „Der Wilde“ spielte Marlon Brando den Leader eines Motorradclubs in einem kleinen, kalifornischen Örtchen – wer fühlt sich da nicht an „Sons of Anarchy“ erinnert? Leider prägte das Biker-Movie auch das Bild von Motorradclubs (und -fahrern) als laut, gewalttätig und aggressiv – ein Klischee, das heute noch in vielen Köpfen festsitzt.

Doch nicht die „Sons of Anarchy“ in Charming, sondern der fiktive Black Rebel Motorcycle Club stand im Zentrum des Klassikers, der besonders im Zusammenhang mit der Jugendrebellion in den 50er Jahren betrachtet werden muss. Damals wurde der Film mitverantwortlich für Ausschreitungen und „schlechtes Benehmen“ von Jugendlichen gemacht, die sich stark am Rocker-Look von Brando mit Bikerjacke, gekrempelter und ausgeblichener Jeans, Boots und Schiebermütze orientierten. In Großbritannien wurden Vorführungen von „Der Wilde“ bis 1968 sogar verboten – kaum noch vorstellbar, wenn man sich den Film heute anschaut.

Einen zweiten Blick wert ist neben der Figur von Marlon Brando auch sein Motorrad, eine ’53 Triumph Thunderbird 6T. Daneben sind noch diverse Matchless-Maschinen mit umgedrehten Logos auf dem Tank zu sehen.

Bikertraum: Das Hotel Johannisbad in Oberbayern

Ein Ausflug mit dem Bike in das Voralpenland? Auch im Spätherbst seid ihr mit dem bekannten Kurort Bad Aibling – gelegen zwischen München und Salzburg, ganz in der Nähe des Chiemsees – gut beraten. Hier befindet sich das Hotel Johannisbad, das sich unter anderem auf Motorrad-Gäste spezialisiert hat.

Nicht nur sind Garage für die Bikes, Schrauberecke und Trockenraum für nasse Utensilien vorhanden – auch Tipps für wunderschöne Routen haben die Besitzer des Hotels Johannisbad parat. Eine führt euch über Kreuth direkt über ruhige, aber kurvige Landstraßen ins bayerische Oberland und zurück über die Kesselbergstrecke – die Rundfahrt ist etwa 250 Kilometer lang und sehr lohnenswert für Biker. Auch für Verpflegung ist gesorgt: Auf Wunsch bekommt ihr vor Ort praktische Lunchpakete für eure Tour. Auf große Gruppen jenseits der zehn Personen ist man hier eingestellt, inklusive zünftigem Biker-Barbeque – erkundigt euch bei Interesse nach speziellen Angeboten.

Das Hotel Johannisbad selbst lässt aber auch Urlaubern, die zum Wandern, Fahrradfahren oder einfach Entspannen gekommen sind, keine Wünsche offen. Das hübsche Schlösschen verbindet oberbayerische Tradition und Gemütlichkeit mit modernen Annehmlichkeiten wie W-Lan und TV auf dem Zimmer. Die Maximilianstube bietet Gastlichkeit – hier wird auch das Frühstücksbuffet eingenommen -, während ihr es euch bei milderen Temperaturen auch draußen in der Gartenwirtschaft gutgehen lassen könnt.

Steve McQueen: Motorrad-Enthusiast und Modeikone

Schweigsam, draufgängerisch und die personifizierte Coolness – Steve McQueen wurde nicht als Schauspieler bewundert, sondern auch als Rennfahrer und Modeikone gefeiert. Heute ist der „Bullitt“-Star nicht nur durch seine Filme wie „Getaway“ oder „Papillon“ unsterblich, sondern auch durch den Einfluss, den er auf aktuelle Bikermode genommen hat.

So hat Barbour eine Steve McQueen Kollektion entworfen, die zum 50. Jahrestag des 1964 International Six Day Trials (ISDT) erscheint. Damals hatte McQueen für das Team der USA an dem Motorrad-Event in Erfurt teilgenommen. Jedes Teammitglied musste täglich 200 Meilen durch höchst anspruchsvolles Gelände fahren. Der Motorrad-Enthusiast war mit seiner 650 Triumph dabei – eine Sensation, nicht nur für Medien und Fans.

Die Barbour Wachsjacke, die Steve McQueen 1964 trug, hat auch die aktuelle Jubiläums-Kollektion der Modemarke inspiriert. Diese beinhaltet funktionale, unaufgeregte und coole Shirts, Hemden und Jacken in Schwarz, Grün- und Olivtönen, teilweise sogar mit berühmten Zitaten der Schauspiellegende versehen. Ab Frühjahr 2015 ist die Kollektion auch bei Bad & Bold im Programm!

Doch Steve McQueen verlieh seiner Leidenschaft für Motoren und Bikes nicht nur durch seine Teilnahme an Rennen Ausdruck – auch in Filme wie „Bullit“, der mit einer der bemerkenswertesten Auto-Verfolgungsjagden in die Geschichte einging, oder „LeMans“ ließ der blonde Frauenschwarm seine Passion mit einfließen. Dabei war der Biker erstaunlich vielseitig in seiner Filmauswahl – egal ob als charmant-verschlagener Dieb in „Thomas Crown ist nicht zu fassen“, als Pokerspieler in „Cincinnati Kid“ oder im Westernklassiker „Die glorreichen Sieben“, McQueen verlieh seinen Rollen eine enorme Glaubwürdigkeit, die das Publikum inspirierte und ihn bis heute unvergessen macht.

Easy Rider: Legendäre Harley-Davidson von Peter Fonda versteigert

Ein glücklicher Bieter darf sich seit Samstagabend neuer Besitzer der „Captain America“ nennen – dem Kult-Motorrad, das Schauspieler Peter Fonda einst in „Easy Rider“ fuhr.

Wer auch immer das Rennen bei der heiß umkämpften Aktion in Los Angeles machte, er ließ sich das Sammlerstück einiges kosten: Für 1,35 Millionen Dollar kam die „Captain America“ am Ende unter den Hammer. Vorher war sie im Besitz von Immobilienmakler und Requisiten-Sammler Michael Eisenberg gewesen, der mithilfe von Schauspieler Dan Haggerty die Echtheit des Bikes anhand von Zertifikaten garantieren konnte. Der Darsteller des kauzigen Grizzly Adams hatte 1969 eine kleine Rolle in „Easy Rider“ gespielt und zudem an den Motorrädern mitgearbeitet.

Von den drei anderen der vier Bikes aus dem Kultfilm soll leider nicht mehr so viel übrig sein – diese sind laut Haggerty zum Teil vom Set gestohlen, in ihre Einzelteile zerlegt und verkauft worden.

Auch Peter Fonda selbst hatte für die Auktion offenbar ein Schreiben verfasst, das der neue Besitzer des Motorrads nun sein Eigen nennen darf. Der 74-Jährige hatte für „Easy Rider“ ebenfalls ein Wörtchen beim Design des Fahrzeugs mitgesprochen.

Was dabei herauskam, ist bekannt: Über und über ist die „Captain America“ auf dem Tank mit Stars und Stripes versehen, unverkennbar auch der Chrom-Look und die extrem lange Gabel des Choppers. Laut mancher Experten gilt er jetzt als das teuerste Motorrad der Welt.

Das Barber Vintage Motorsports Museum: El Dorado für Fans von alten Bikes

Der vielleicht eher unbekannte Ort Birmingham im US-Bundesstaat Alabama ist tatsächlich ein wahres Füllhorn in Sachen Motorrad-Unterhaltung: Hier kommen nicht nur Renn-Enthusiasten, sondern auch Freunde von Vintage-Bikes auf ihre Kosten.

Der Barber Motorsports Park am Ostrand der Stadt beheimatet neben der Strecke für den IndyCar Series Grand Prix auch das Barber Vintage Motorsports Museum. 1988 startete das Projekt als private Sammlung von George Barber, bis sie 1994 schließlich auch für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde.

Hier gibt es eine Menge fürs Auge: 1200 Vintage-Bikes ab Baujahr 1902, moderne Motorräder und Rennwagen – damit gilt das Barber Vintage Motorsports Museum als größtes Motorsport-Museum der Welt. Das Ziel war klar: Einen Überblick über die Geschichte des Motorrads unter einem Dach zu vereinen, wo diverse der schönen Ausstellungsstücke bislang nur in Magazinen und Zeitschriften zu bewundern waren. Aus insgesamt 16 Ländern kommen die exklusiven Gefährte, darunter Neuseeland, Australien und Schweden. Außerdem findet sich hier die weltweit größte Sammlung an Lotus-Rennautos.

Der Motorsports Park hat allerdings noch mehr zu bieten, so befinden sich hier abgesehen von der Indy-Rennstrecke auch noch die Porsche Driving School und die Kevin Schwantz Motorcycle School. Einmal im Jahr sammeln sich in Birmingham außerdem Biker aus aller Welt für das Barber Vintage Festival – zuletzt vom 10. – 12. Oktober.