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Darum ist Raw Denim das Nonplusultra

In den letzten Jahren ist Raw Denim glücklicherweise wieder populärer geworden: Während viele Jeansfans nach wie vor auf Extremwaschungen, Bleichen und künstliche Used-Details setzen, weiß man gerade in der Bikerszene die Vorzüge von purem, unbehandeltem und authentischem Denim zu schätzen.

Eigentlich muss sich eine Jeans ihre Gebrauchsspuren nämlich erst verdienen und diese nicht schon mit der Geburt praktisch gratis mitbekommen, auch wenn der Weg dorthin hart und unbequem ist.

Der Trend des dunklen, indigoblauen Raw Denim geht eigentlich auf die Arbeiterhosen in den USA zurück, die über Jahre hinweg extremer Beanspruchung standhalten mussten -das Gleiche erwarten wir auch als Biker von unseren Jeans. Die hochgekrempelten Hosenbeine der klassischen Arbeiterhose stammen übrigens von der Tradition, Jeans an jüngere Brüder weiterzureichen, weshalb die Hosen nie gekürzt, sondern eben umgeschlagen wurden.

Um Raw Denim selbst einzutragen, braucht es allerdings etwas Geduld: Acht Monate lang solltet ihr die Hose nicht waschen und dafür so oft wie möglich tragen, auch wenn es anfangs sehr unbequem sein kann. Doch nur so entwickelt die Hose ihren eigenen Look mit den ureigenen Gebrauchsspuren und perfekten Sitz, der ewig hält. Außerdem wäscht das schöne Indigo durch das möglichst späte Waschen nicht gleichmäßig aus, sondern später der natürlichen Tragefalten entsprechend unregelmäßig.

Auf Workwear und Raw Denim spezialisiert hat sich vor allem die Marke Indigofera – hier setzt man auf altmodische Qualität, zudem trägt das Label die besondere Farbe des Raw Denim sogar auch noch gleich im Namen. Einen guten Ruf auf dem Markt genießt außerdem das „eisenharte“ Denim Iron Heart, einst von japanischen Bikern gegründet – es hält praktisch ein Leben lang.