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Kann Nortons neues Lehrstellenprogramm die britische Motorrad-Industrie ankurbeln?

Ein Schritt in die richtige Richtung? Norton Motorcycles will mit einem revolutionären Ausbildungsprogramm die Motorrad-Industrie wieder nach Großbritannien bringen.

Gemeinsam mit der British Motorcycle Manufacture Academy (BMMA), einer Gründung von Norton-CEO Stuart Garner, wird das altehrwürdige Unternehmen ab September 40 junge Leute zu Motorradmechanikern ausbilden. Langfristig ist allerdings der Plan, jährlich sogar bis zu 100 Auszubildende im Unternehmenssitz im historischen Castle Donington aus dem 18. Jahrhundert zu versammeln.

Innerhalb von drei Jahren will Norton den Auszubildenden soviel Wissen und Skills wie möglich vermitteln, um in Zukunft wieder komplett british-made Motorcycles zu produzieren. Das Problem laut Garner: Bestimmte Teile wie Bremsen oder Federungen sind in Großbritannien gar nicht erhältlich, sondern müssen umständlich aus Fernost importiert werden – es fehlt schlicht das Know-how. Dies will der Motorradhersteller mit über hundertjähriger Tradition ab jetzt ändern.

Eine tolle Chance: Junge Leute zwischen 16 und 18 Jahren mit großem Interesse an Motorrädern und Mechanik können sich ab sofort für die offenen Stellen bewerben und das Handwerk in der Praxis von der Pike auf lernen.

Bleibt auch für uns nur zu hoffen, dass dieser richtungsweisende Schritt die Branche der Vintage-Bikes weiter stärken kann. Schreibt uns: Was haltet ihr von britischen Bikes?

Weitere Informationen zum Lehrstellenprogramm gibt es hier

David Beckham: Auf dem Bike durch den Amazonas

An Coolness kaum zu überbieten: Auf dem Motorrad hat David Beckham den Amazonas erkundet und sich vor Ort einen Eindruck vom WM-Gastgeberland Brasilien verschafft.

Seine Leidenschaft für große Maschinen lebt David Beckham nicht nur als Model für Belstaff aus – der 39-Jährige hat sich jetzt auch für eine BBC-Doku aufs Bike geschwungen. Für einen ultracoolen Trip hat der Ex-Fußballstar Brasilien per Motorrad bereist, wo schon bald der Startschuss für die Fußball-WM 2014 fällt.

Bilder zeigen David Beckham, wie er in einem weißen T-Shirt neben dem Motorrad posiert, auf einem anderen trägt er ein kleines Kind auf dem Rücken. Ganz offensichtlich hat der Brite die Zeit in Brasilien genossen und die Gelegenheit genutzt, um den Stamm der Yanomami näher kennenzulernen.

Gemeinsam mit seinen Begleitern Derek White und Dave Gardner sowie ortskundigen Guides machte sich der Star nach der Ankunft in Rio de Janeiro weiter auf den Weg nach Manaus mitten im Regenwald. Dabei kam allerdings nicht nur das Motorrad zum Einsatz, zwischenzeitlich war das Team auch im Boot unterwegs.

Ob die Doku  mit dem Titel „Into The Unknown“ auch ihren Weg ins deutsche TV findet, wissen wir leider nicht – zumindest die Briten dürfen sich freuen: Im Juni wird sie auf BBC ausgestrahlt.

Kleine Beifahrer: Tipps für Kinder auf dem Motorrad

Nicht mehr lange und die Kids werfen ihren Tretroller in die Ecke. Darauf solltet ihr vorbereitet sein.

Manche Kinder haben es raus, solange zu quengeln, bis sie doch einmal für eine kleine Spritztour mit auf das Motorrad dürfen. Zwei Fragen sollten sich aber vorab alle Eltern durch den Kopf gehen lassen: Wie ist eigentlich die Gesetzlage und was sollten Kinder vorher können?

Grundsätzlich sagt der Gesetzgeber: Der Nachwuchs gehört erst auf das Motorrad, wenn er die Fußrasten sicher erreichen und sich selbst festhalten kann. Je nach Größe eurer Kids ist das erst ab zehn bis zwölf Jahren möglich. Für kleinere Kinder muss ein spezieller Sitz auf der Maschine befestigt werden, der mit Fußschlaufen und fester Rückenlehne ausgestattet ist.

Führt Kinder in jedem Fall langsam an das Biker-Vergnügen heran und übt, wie sie sich zum Beispiel auf einem Motorrad in Kurven am besten verhalten – alleine schon, um gemeinsame Touren harmonisch zu gestalten. Sprecht auch einige wenige Zeichen für die Fahrt ab. So kann zum Beispiel ein Klopfen auf dem Oberschenkel „Anhalten“ bedeuten. Haltet die ersten Ausfahrten möglichst kurz und erkundigt euch regelmäßig nach dem Befinden des kleinen Beifahrers – natürlich auch, um sicherzugehen, dass er als Erwachsener selbst zum eingefleischten Motorrad-Fan wird.

Eine wesentliche Investition sind Kleidung und Helm für die Kids. Gebrauchte Bikerkleidung mit Protektoren ist eine Möglichkeit, um auf das schnelle Rauswachsen zu reagieren – der Helm hingegen sollte besser neu sein, denn feine Risse von einem möglichen vorherigen Unfall sind oft kaum zu sehen. Achtet hier auf spezielle Kinderhelme, die mit ihrem geringeren Gewicht die Nackenmuskulatur und den Kopf nicht zu sehr belasten.

Zur Sicherheit eures Kindes tragt ihr natürlich auch mit der Fahrweise bei. Nicht nur wegen der Unfallgefahr, sondern auch, weil hohe Geschwindigkeiten Unbehagen bei den Mini-Bikern auslösen können. Schließlich wird nicht jeder als Adrenalinjunkie geboren. Doch was nicht ist, kann ja noch werden…