Unterwegs auf dem Bike: Verkehrsregeln in Italien

Im Urlaub durch Südtirol oder die Toscana? Italien ist nicht nur für Biker ein traumhaftes Reiseziel. Noch entspannter wird die Tour allerdings, wenn ihr euch ein wenig mit den verkehrstechnischen Gepflogenheiten und Vorschriften auskennt.

Ein bisschen Grundsätzliches zu Beginn: Auf Autobahnen gibt es in Italien eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 130 km/h – diese kann je nach Ausschilderung auch variieren. Ansonsten gilt auf Landstraßen ein Tempolimit von 90 und in Ortschaften, wie bei uns, 50 km/h. Haltet euch nach Möglichkeit streng an die Limits, denn in Italien wird viel und gerne kontrolliert – dabei sind die Bußgelder um einiges höher als bei uns, selbst bei vernachlässigenswerten Überschreitungen der Tempovorgabe. Wenn ihr doch einmal erwischt werdet, zahlt am besten sofort. Im besten Fall begleitet euch der Carabinieri sogar zum nächsten Bankschalter.

Wenn euch der Sinn doch einmal nach Kultur und Stadt steht und ihr euch von den malerischen Landstraßen in einen der traumhaften kleinen Orte begebt, wundert euch nicht, wenn ihr nicht weit kommt mit dem Bike: Viele der historischen Altstädte wie Bologna, Florenz, Lucca, Pisa, Rom und San Gimignano sind im Kern komplett verkehrsberuhigt. Mailand hat hingegen eine Citymaut eingeführt. Im Winter herrscht mitunter auch ein Fahrverbot in manchen Städten aufgrund der Luftverschmutzung.

Was gibt es sonst noch zu wissen? Die Promillegrenze liegt wie bei uns bei 0,5, darüber hinaus besteht natürlich Helmpflicht und auch tagsüber ist Abblendlicht außerhalb geschlossener Ortschaften vorgeschrieben. Von der Warnwestenpflicht sind wir hingegen als Biker nicht betroffen. Beachtet außerdem, dass ihr wirklich „korrekt“ auf dem Motorrad sitzt und immer beide Hände am Lenker habt – andernfalls riskiert ihr tatsächlich ein Bußgeld.