Verschiedene Styles der Bikerjacke

Bikerjacke ist nicht gleich Bikerjacke: Zwar haben die Brüder Schott bereits 1928 den Stil geprägt, den wir heute kennen – doch neben der kultigen Perfecto aus schwarzem Leder mit Frontschnalle und Reißverschluss haben sich noch andere Styles herauskristallisiert. Noch vor der Marlon Brando-Ära („Der Wilde“) in den 50ern entwickelte sich im Zweiten Weltkrieg die Fliegerjacke.

Schott erhielt damals Aufträge der Regierung und stattete die US-Navy während des Kriegs in großem Stil mit Pea Coats und Fliegerjacken aus Rossleder und die Air Force mit Schaffelljacken (im englischen Bomber Jackets genannt) aus. Der Schnitt der Fliegerjacke hat sich bis heute kaum verändert. Ihre Merkmale: kurz im Stil einer Bomberjacke, braunes Leder, Lammfellkragen, Strickbündchen an Ärmeln und Saum, Schulterklappen und zwei aufgesetzte Taschen. Die A2 All Season Flightjacket von Schott wurde in der Folge Kult, genau wie die Perfecto.

Eine weitere Variante sind Motorradjacken im Cruiser-Stil, wie sie einst Schauspiellegende Steve McQueen und das US-Team bei der Internationalen Sechstagefahrt 1964 trugen. Merkmale der Jacke: Gewachste Baumwolle, gestepptes Nylon, Stehkragen und aufgesetzte Taschen. Der Schnitt der Jacke ist deutlich länger als der von Bikerjacken im Perfecto-Stil, so werden die Rennjacken mit einem Taillengürtel getragen. Sowohl Barbour als auch Belstaff ließen den Trend wieder aufleben. Belstaff designte mit der S. Icon Rennjacke aus gewachster Vintage-Baumwolle mit US-Flaggen-Patch sogar eine Hommage an Motorradnarr McQueen.