Welches Leder für Motorradkleidung?

Bei unseren Bikes selbst als auch bei unserer Motorradkleidung ist Leder praktisch nicht wegzudenken: Jacken, Stiefel und Motorradsitze bekommen so erst ihren einzigartigen, derben und rohen Look. Leder prägt den Bikerstyle wie fast kein anderes Material und bietet zudem den besten Schutz, wenn es doch mal zum Sturz kommt. Doch was für Unterschiede gibt es eigentlich beim Leder selbst?

Das gängigste Leder ist nach wie vor Rind, dabei steht der Begriff Rindsleder für die Haut von Rind, Stier und Kuh. Aufgrund seiner starken Beschaffenheit und leichten Verfügbarkeit ist es gut einsetzbar in der Mode. Ein deutlich feineres Narbenbild als Rind hat Kalbsleder, das daher gern für sehr hochwertige und fein gearbeitete Stücke verwendet wird. Gleiches gilt auch für Hirsch- und insbesondere Rentierleder, das aufgrund seiner feinen und geschmeidigen Faserstruktur vermehrt für hochwertige Accessoires verarbeitet wird.

Sehr gerne kommt im Bereich der Motorradkleidung Känguru zum Einsatz: Es ist reißfester als Rind und kann daher noch dünner verarbeitet werden. Der Tragekomfort ist sehr leicht und angenehm, daher bietet es Bikern größtmögliche Bewegungsfreiheit. Seltener verwendet wird dafür Rossleder. Während es in den 30er-Jahren in rauen Mengen zur Verfügung stand und daher viel für die Kleidung von US-Motorrad-Polizisten und für Fliegerjacken eingesetzt wurde, kommt es heute größtenteils bei Schuhen und Stiefeln vor. Rossleder gilt als sehr robust und geschmeidig.